Überbrückungskredite für Unternehmen

Mit Überbrückungskrediten werden betroffene Unternehmen möglichst unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt.

Corona-Hilfe des Kantons Schaffhausen

Zur Vermeidung von Zahlungsunfähigkeit infolge des Coronavirus sichert der Kanton Schaffhausen Überbrückungskredite zur Sicherung der Liquidität von Betrieben mit Sitz oder Arbeitsstätten im Kanton Schaffhausen ab. Betrieben, deren Liquiditätsbedarf für die Monate April bis September nicht durch Massnahmen des Bundes abgedeckt werden kann, sichert der Kanton Schaffhausen subsidiär im Umfang von 85% der belehnten Summe bis zu einem maximal Betrag von 500'000 Franken zusätzlich ab. Der Zinssatz richtet sich im Umfang der Bürgschaft nach den Bundesvorgaben.

Die Unterstützung des Kantons Schaffhausen ist subsidiär. Zuerst sind alle Massnahmen und Soforthilfen des Bundes vollumfänglich auszuschöpfen sowie entsprechende betriebliche Vorkehrungen zur Schonung der Liquidität zu treffen. Organisationen und Einrichtungen, welche öffentlich-rechtlich organisiert sind oder eine öffentlich-rechtliche Trägerschaft haben, sind nicht Adressaten der Unterstützungsleistung.

Gesetzesgrundlage

Phase 1: Vorkehrungen treffen.

Voranmeldung Kurzarbeit

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeit wenden Sie sich bevorzugt per E-Mail an das Arbeitsamt des Kantons Schaffhausen.


Zur Anmeldung
Corona Erwerbsersatzentschädigung

Die Auszahlung der neuen Entschädigung für den Erwerbsausfall wegen der Coronakrise läuft über die AHV-Ausgleichskassen. Informationen finden Sie hier.


AHV-Ausgleichskasse

Phase 2: COVID-19-Kredit / COVID-19-Kredit Plus oder weitere Sofortmassnahmen beim Bund beantragen.

 

Zuerst sind alle Massnahmen und Soforthilfen des Bundes vollumfänglich auszuschöpfen sowie entsprechende betriebliche Vorkehrungen zur Schonung der Liquidität zu treffen.



Überbrückungskredit für Unternehmen beantragen (COVID-19-Kredit und COVID-19-Kredit Plus)
covid19.easygov.swiss

 

Phase 3: Corona-Überbrückungskredit des Kantons Schaffhausen beantragen

 
Voraussetzungen für einen Corona-Überbrückungskredit
Voraussetzungen


Der Corona-Überbrückungskredit kann nur beantragt werden, wenn
  • der Kreditnehmer seinen Sitz oder Arbeitsstätten im Kanton Schaffhausen hat
  • der Corona-Überbrückungskredit zur Sicherung der Liquidität für die Monate April bis September 2020 nötig ist, welche nicht anderweitig, namentlich durch Massnahmen des Bundes, gesichert werden kann
  • der COVID-19-Kredit bis CHF 500 000.– resp. falls zutreffend ergänzend der COVID-19-Kredit Plus über CHF 500 000.– genutzt worden sind. Die erhaltenen COVID-19-KREDITE nach Artikel 3 und 4 der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung sind vollständig offen zu legen. Das heisst, die COVID-19-KREDIT (Kreditvereinbarung) und falls zutreffend der COVID-19-KREDIT-PLUS (Kreditantrag) sowie der Kreditvertrag für den COVID-19-KREDIT-PLUS ist diesem Kreditantrag beizulegen.
  • der Kreditnehmer vor dem 1. März 2020 gegründet wurde
  • der Kreditnehmer zum Zeitpunkt der Einreichung dieses Darlehensantrages nicht überschuldet ist
  • der Kreditnehmer zum Zeitpunkt der Einreichung dieses Kreditantrages sich nicht in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren oder in Liquidation befindet.
  • der Kreditnehmer entbindet mit der Antragsstellung bis zur vollständigen Rückzahlung des vom Kanton Schaffhausen verbürgten Darlehens die kreditgebende Bank sowie die zuständigen Stellen des Kantons Schaffhausen und der Gemeinden des Kantons Schaffhausen von den Geheimhaltungsvorschriften, insbesondere vom Bankkunden-, Steuer- und Amtsgeheimnis.
  • Der Kreditnehmer stimmt mit der Antragstellung dem Datenaustausch zwischen der kreditgebenden Bank und den zuständigen Stellen vom Kanton und den Gemeinden Schaffhausen zu.
  • Der Kreditnehmer ermächtigt die kreditgebende Bank, selbständig alle gewünschten Auskünfte und Unterlagen vom Kreditnehmer und den Eigentümern des Kreditnehmers bei den zuständigen Stellen des Kantons und der Gemeinden des Kantons Schaffhausen, bei anderen Banken, Buchhaltungs-/Treuhand-/Revisionsstellen und Dritten einzuholen.
Medienmitteilung des Kantons Schaffhausen
Zur Medienmitteilung


Corona-Überbrückungskredits – so gehen Sie vor:
  • Nehmen Sie mit Ihrer Hausbank auf und verlangen Sie das Antragsformular für Ihren Corona-Überbrückungskredit.

  • Füllen Sie alle verlangten Angaben und Felder vollständig und wahrheitsgetreu aus.

  • Unterschreiben Sie den Antrag und reichen Sie ihn zusammen mit den verlangten Zusatzdokumenten bei Ihrer Hausbank ein.

  • Die Vollständigkeit des Antrages wird durch die Bank geprüft und an das Volkswirtschaftsdepartement weitergeleitet.

  • Das Volkswirtschaftsdepartment prüft den Bürgschaftsantrag der Hausbank und stellt basierend auf Regierungsratsentscheid die Bürgschaft für den Corona-Überbrückungskredit aus.

  • Das Geld wird von der Hausbank ausbezahlt.

 

Härtefall-Szenario: Corona-Härtefallentschädigungen des Kantons Schaffhausen beantragen

Voraussetzungen Härtefall
Voraussetzungen


Unternehmen, Selbständigerwerbenden oder Einrichtungen des Privatrechts kann der Regierungsrat Härtefallentschädigungen ausrichten, soweit
  • diese Ertragseinbussen aufgrund des Coronavirus erleiden
  • ihre Nachteile nicht oder nicht ausreichend in anderer Weise, namentlich durch Massnahmen des Bundes oder andere Massnahmen des Kantons Schaffhausen abgefedert werden, und sie im Vergleich zu den anderen Unternehmen, Selbständigerwerbenden oder Einrichtungen deutlich schlechter gestellt werden. Die Härtefallentschädigung darf zusammen mit allfälligen anderen Unterstützungen nicht zu einer Besserstellung gegenüber den anderen Unternehmen, Selbständigerwerbenden oder Einrichtungen führen. Die Härtefallentschädigung kann nur zur Abfederung von Ertragseinbussen sowie der Abwendung von Zahlungsunfähigkeit infolge des Coronavirus beantragt werden. Die Härtefallentschädigung kann nur beantragt werden, wenn die Ertragseinbussen und notwendige Liquidität, namentlich durch bestehende gesetzliche Regelungen von Bund und Kanton sowie Massnahmen des Bundes und Kantons zur Bewältigung der Coronavirus-Krise, sichergestellt werden kann.
  • Die Härtefallentschädigungen werden als à fonds perdu Zahlungen ausgerichtet.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Ausrichtung von Härtefallentschädigungen.

Erleiden Unternehmen, Selbständigerwerbende oder Einrichtungen des Privatrechts aufgrund der Coronavirus-Krise Ertragsausfälle und können diese durch Massnahmen des Bundes oder andere Massnahmen des Kantons Schaffhausen nicht oder im Vergleich zu den anderen Unternehmen nur erheblich geringer abgefedert werden, soll dieser Nachteil durch Härtefallentschädigungen ausgeglichen werden. Im Fokus stehen dabei Betriebe und Einrichtungen, welche trotz erheblichen Umsatzeinbussen ihren Betrieb aufrechterhalten müssen und daher keine Kurzarbeit anmelden oder anderweitig Ertragsausfallentschädigungen gelten machen können. Berechtigt sind nur Betriebe mit Sitz oder Arbeitsstätten im Kanton Schaffhausen.



Wichtiger Hinweis:

Die Corona-Härtefallentschädigung greift subsidiär. Zuerst sind alle Massnahmen und Soforthilfen des Bundes sowie des Kantons vollumfänglich auszuschöpfen sowie entsprechende betriebliche Vorkehrungen zur Schonung der Liquidität zu treffen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Corona-Härtefallentschädigung.



Corona-Härtefallentschädigung – so gehen Sie vor:
  • Kontaktieren Sie bei Fragen zur Anspruchsberechtigung und zum Vorgehen telefonisch die Wirtschaftsförderung +41 52 674 03 03 oder per Mail info@standort.sh.ch

  • Wir beraten Sie individuell und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.

  • Reichen Sie den Antrag beim Volkswirtschaftdepartement des Kantons Schaffhausen ein.

  • Die Vollständigkeit des Antrages sowie die Anspruchsberechtigung werden vom Volkswirtschaftsdepartement in Rücksprache mit den anderen Departementen geprüft.

  • Nach Prüfung des Antrags durch das Volkswirtschaftsdepartement und Genehmigung durch den Regierungsrat wird die Corona-Härtefallentschädigung vom Kanton Schaffhausen ausbezahlt.

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Titelbild: Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen
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